Ihr braucht uns nicht zu scannen - Wir sind schon nackt

Pressemitteilung - Veröffentlicht am 10. Januar 2010

Flashmob Nacktscanner / 'http://mirror.christian-hufgard.de/flashmob.html' (cc by Christian Hufgard)Unter dem Motto "Ihr braucht uns nicht zu scannen - Wir sind schon nackt" beteiligten sich Mitglieder der Piratenpartei Deutschland am heutigen 10. Januar an Flashmobs auf mehreren deutschen Flughäfen. Die Piraten legten ihre Kleidung ab und machten dadurch ihre Meinung über den geplanten Einsatz von Nacktscannern deutlich.

Um 14 Uhr starteten die Aktionen auf den Flughäfen von Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Die Piraten wurden dabei von zahlreichen Pressevertretern und Ordnungshütern begleitet. Nach wenigen Minuten waren die Flashmobs beendet. Von den anwesenden Reisenden kam Zuspruch und Applaus.

»Die Nacktscanner erhöhen die Flugsicherheit nicht, aber sie verletzen die Persönlichkeitsrechte der Reisenden. Die Bundesregierung muss den unsinnigen Plänen zu deren Einführung ein Ende bereiten«, äußerte sich Simon Lange, Sprecher der Piratenpartei, der selbst an dem Flashmob auf dem Berliner Flughafen teilgenommen hat. »Durch die heutige Aktion und die dadurch erregte Aufmerksamkeit konnten wir die Bürger wachrütteln und sie animieren, sich gegen die Einführung der Geräte auszusprechen.«


Video- und Bildmaterial:

Berlin:
http://www.youtube.com/watch?v=0jrgUhOrHFU (Update)
http://www.youtube.com/watch?v=Tw0PrNmAQ4U
http://www.youtube.com/watch?v=s8UmVcBz_p8
http://www.entartete-kunst.com/mach-dich-nackig/

Frankfurt am Main:

http://www.youtube.com/watch?v=XlIs3isxsOc
http://mirror.christian-hufgard.de/flashmob.html

Düsseldorf:

http://www.youtube.com/watch?v=Tfg-7d7Owgw
http://www.youtube.com/watch?v=ePeDnnzEEiU
http://picasaweb.google.de/marceldunkelberg/NacktscannerFlashmob#


Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland
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Verantwortlicher Redakteur: Daniel Flachshaar

Kommentare

Es ist wichtig Zeichen gegen

Es ist wichtig Zeichen gegen die zunehmende Überwachung und Gängelung zu setzen. Aber: um wirklich etwas verändern zu können ist ein Einzug in Land- und / oder Bundestag in meinen Augen notwendig. Dazu benötigt man Stimmen. Stimmen bekommt man indem man Wähler überzeugt und die Außendarstellung stimmt.

Davon sind wir Piraten aber leider weit entfernt. Bei der Bundestagswahl habe ich mächtig die Werbetrommel gerührt. Viele wären bereit gewesen uns zu wählen, wenn da nicht die unglückliche Außendarstellung gewesen wäre. "Piraten - das sind doch die die für Kinderpornos sind und sich um so unwichtiges dummes Zeug wie kleine Homepages kümmern (gemeint waren die Hartplatzhelden)."
So haben wir viele Stimmen verloren - obwohl die Leute weitgehend mit unseren Inhalten konform gingen. Die Art und Weise wie man die Dinge angeht hat die aber wieder vergrault.

Und jetzt erlebe ich ein Deja vu: "Piraten? Das ist doch die Kinderpornopartei die nackt an Flughäfen rumlungert. So jemanden kann ich nicht wählen" - und wieder verschenkte Stimmen.

Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen wird es Zeit die breite Masse an Wählern zu erreichen. Mit solchen Aktionen wie an den Flughäfen erreicht man vielleicht ein paar jüngere die das cool finden, nicht aber die Wählerschichten die seit je her ihr Kreuz bei den Etablierten machen. Und genau die gilt es zu überzeugen um eine brauchbare Prozentzahl zu erreichen.

Klar, man will nicht so sein wie die anderen Parteien, aber solange wir es nicht schaffen unser Image zu ändern werden wir keine großen politischen Erfolge erziehlen und es sehr schwer haben unsere Standpunkte durchzubringen. Auf eine Spasspartei die unter 5% liegt hört keiner!

Ich bin gerne bereit Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Wenn das aber immer wieder durch solche Aktionen torpediert wird und sichere Stimmen dann doch wieder verloren gehen macht es irgendwie keinen Spaß mehr.

Bei der Landtagswahl ist es wichtig Schwarz-Gelb zu verhindern. Derzeit mache ich mit Sorgen ob das mit Abgabe meiner Stimme für die Piraten machbar ist und erwäge ernsthaft etwas rotes oder grünes zu wählen um meine Stimme nicht schon wieder zu verschenken.