Die Piratenpartei begrüßt die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, auf Körperscanner zur Sicherheitsüberprüfung von Passagieren an Flughäfen zu verzichten. Sie kritisiert allerdings die Begründung: Das eigentliche Problem stellt nicht – wie vom Ministerium angegeben – die unausgereifte Technik, sondern der Eingriff in die Intimsphäre der Passagiere dar.
»Wir freuen uns, dass die Passagiere in näherer Zukunft nicht mit Nacktscannern malträtiert werden«, erklärt Sebastian Nerz, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. »Die Begründung des Innenministeriums ist aber besorgniserregend. Mein Vertrauen in die Regierung stützt sie eben so wenig, als wenn sie mir erklärt hätten, dass sie nur deshalb nicht nachts in mein Schlafzimmer lugen, weil das Fernglas nicht scharf genug ist.«
Neben den technischen Schwächen ist für die Piratenpartei die Behandlung der entstehenden Daten nach wie vor völlig unzureichend geklärt. Obwohl die eingesetzten Geräte kein realistisches Bild der Passagiere auf dem Bildschirm darstellen, erzeugen sie reale Abbilder der Passagiere, bevor sie diese verfremdet darstellen. Es ist daher lediglich eine Frage der Software, wo und wie lange diese Daten gespeichert werden und wer sie zu sehen bekommt.
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