Nach einem Wahlkampf, den die etablierten Parteien routiniert gelangweilt führten, sind die Stimmen ausgezählt und die großen sowie die kleinen Sieger gekürt. Zum ersten Mal trat die Piratenpartei bundesweit an; mit beachtlichem Erfolg!
Mit 0,9% der Stimmen erreichte die Piratenpartei das beste Wahl-Ergebnis ihrer jungen Geschichte und konnte 229.117 Wähler für sich gewinnen.
In Deutschland, wo die Mitgliederzahl der Piratenpartei sich während des Wahlkampfes von 900 auf etwa 1200 steigerte, wurden 0.9% der abgegebenen Stimmen erreicht. Spitzenkandidat Andreas Popp freute sich über das Ergebnis: "Wir traten zum ersten Mal zu einer Europawahl an. Und obwohl wir bei vielen Wählern noch kaum bekannt waren, haben wir ein solches Ergebnis erzielt. Das zeigt uns, dass sich viele Bürger mit unseren Zielen identifizieren." Popp weiter: "Ganz besonders möchte ich allen Leuten danken, die uns unterstützt haben! Ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Unser Minimalziel von 0,5% haben wir mehr als erreicht. Jetzt geht es erst richtig los."
Das gute Ergebnis der Piraten zeigt, dass Bürgerrechte, Datenschutz und ein faires Verständnis von Patent- und Urheberrechten moderne Themen sind, die mobilisieren.
In Schweden, dem Stammland der Piratenpartei, knackte die Piratpartiet mit ihrem Spitzenkandidaten, dem 54-jährigen Informatiker Christian Engström die 4% Hürde mit einem Ergebnis von 7,1 %. Damit ziehen zum ersten Mal PIRATEN in das Europäische Parlament ein. "Mit Christian Engström und den Schweden haben wir aktive Freibeuter direkt vor Ort, davon werden auch die deutschen PIRATEN profitieren", freut sich Ralph Hunderlach, Kandidat der deutschen PIRATEN.
Die Piratenpartei Deutschland gratuliert Herrn Engström zu seinem Erfolg. Dass die Piratenpartei Schwedens in das Europaparlament einzieht ist ein weiterer Schritt zur politischen Mitbestimmung der Informationsgesellschaft auf politischen Ebenen.
Derzeit sammelt die Piratenpartei Deutschland Unterstützungsunterschriften um zur Bundestagswahl antreten zu können.
Kommentare
Zu viel Öko
Ich habe auch für euch gestimmt, aber lange gezögert, Warum ?
Zu viel Öko, in euren Positionen!
Auf der einen Seite steht ihr für Freiheit und mündige Bürger, aber auf der anderen Seite wollte ihr dem freien und mündigen Bürger die Regeln einer bestimmten Weltanschauung aufdrücken. So seit ihr nicht besser als die anderen Parteien. Die halten auch nur den "freien und mündigen Bürger" hoch, der frei und mündig zu den selben Ergebnissen und Ansichten gelangt, wie sie selber.
Wer sich - wie ich - für Freiheit und Selbstverantwortung einsetzt, der darf keine Angst davor haben, das Leute Dinge tun, die man selber für falsch hält.
Verbote von Atomkraft oder Gentechnik sind da einfach nicht korrekt. Genauso wenig, wie der Zwang einer Umstellung auf alternative Energien.
Ein Verbot von alternativen Energien und eine pflicht zu Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen währe allerdings genauso schlecht!