Pressemitteilung - Veröffentlicht am 27.9.2009, 19 Uhr
Nach vorläufigen Hochrechnungen von Infratest dimap hat die Piratenpartei bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag einen Stimmenanteil von 2,0% erreicht.
Das außerordentlich gute Wahlergebnis ist ein wichtiger Schritt für die noch junge Partei. Es zeige, dass ihre zentralen Anliegen – Bürgerrechtsschutz, ein faires Urheberrecht, mehr direkte Demokratie und der ungehinderte Zugang zu Wissen – bei immer mehr Menschen in Deutschland auf Zustimmung stoßen.
Einen großen Dank richtet die Piratenpartei an ihre Wähler. Sie hätten mit ihrer Wahl ein klares Zeichen für eine bürgerfreudlichere Politik gesetzt. Doch auch ohne die tausenden Mitglieder, die in den letzten Wochen und Monaten hunderte Infostände organisiert und enorme Mengen an Plakaten und Flyern verteilt hätten, sei dieses Ergebnis nicht denkbar gewesen.
Jens Seipenbusch, Bundesvorsitzender der Piratenpartei, erklärte: "Wir als Piratenpartei haben mit unseren vielen Unterstützern innerhalb und außerhalb der Partei einen tollen Wahlkampf hingelegt. Dafür möchte ich allen Beteiligten sehr herzlich danken! Der Wahlkampf hat uns bereits gezeigt, dass unsere Themen und unser neuer Politikstil bei den Menschen in Deutschland einen Nerv getroffen haben. Wir werden auch weiterhin auf eine beteiligungsorientierte Politik setzen und für die Verteidigung der Bürgerrechte online wie offline kämpfen." Er zeigte sich zuversichtlich, bei den kommenden Wahlen die Landtage und den Bundestag "zu entern".
Das Ergebnis der Piratenpartei Deutschland ist mehr als ein Achtungserfolg. Die Mobilisation zehntausender, vornehmlich junger Menschen für eine freiheitliche Politik ist in Deutschland beispielos. Hatte die Piratenpartei kurz vor den Europawahlen im Juni noch knapp 1600 Mitglieder, haben die Piraten mittlerweile fast die Schallmauer von 10.000 Mitgliedern durchbrochen. Dabei hatte sich die Partei erst im Jahre 2006 gegründet. Das Ergebnis der Bundestagswahl sei somit nur ein Auftakt, die politische Landschaft in Deutschland maßgeblich mitzugestalten.
Mehr Demokratie, mehr Bürgerrechte, ein faires Urheberrecht steht auf ihren Segeln – die Piraten sind erfolgreich in See gestochen.
Kommentare
Eine saure Nachlese
Ja, Leute, ich habe bereits geschrieben, es reicht nicht. Aber vor allem habe ich Euch nicht gewählt, weil Ihr hier keine Plattform geboten habt für Gäste. Selbst die Grünen haben drei Tage vor der Wahl alle Kräfte aufgeboten, haben RUND UM DIE UHR gepostete Fragen beantwortet, gemacht und getan, auch mitten in der Nacht. Mehrmals habe ich diesen Einsatz von Euch bemängelt. Daß man hier warten kann bis Weihnachten, man schrieb als Antwort: Hier sind doch nur alle ehrenamtlich tätig, die haben keine Zeit, die Kommentare einzustellen. Nun, in anderen Parteien waren auch nur Ehrenamtliche tätig. Aber die waren es auch, im Gegensatz zu Euch. Ich hoffe, Ihr arbeitet noch an der Wählerfront. Ihr habt mich sauer gemacht, aber richtig. Daher habe ich Euch auch nicht gewählt. Um Wählerinnen muß man kämpfen, Ihr habt hier versagt. Und ich bin auch sicher, dieser Beitrag steht auch erst am Wochenende online, denn früher schafft Ihr es ja nicht. Ihr seid anderweitig beschäftigt. Traurig.